Neue Maßnahmen souverän durchsetzen

von | 8. Sep. 2020 | Kompakt & Konkret

Immer wieder gibt es Situationen im Praxisalltag, wo Sie als Chefin/Chef/Praxisleitung unpopuläre Entscheidungen treffen und durchsetzen müssen.

Sie sind überzeugt, dass die Maßnahme xy wichtig für den Praxiserfolg ist, weil sie das wirtschaftliche Ergebnis optimiert und/oder die Arbeitsqualität für alle verbessert.

Doch das Praxisteam oder einzelne Mitarbeiterin*innen, die aber eine führende Rolle spielen, sind wenig begeistert von den neuen Maßnahmen. Viele von Ihnen kennen die Aussage:

„Das haben wir schon immer so gemacht und das war auch gut!“

Und jetzt stellt sich die Frage: Wie überzeugen Sie Ihr Team? Sie können die Maßnahmen einfach anordnen – als Chefin/Chef/Praxisleitung steht Ihnen das zu und es ist auch der kürzeste Weg. Aber wird Ihnen Ihr Team auch motiviert folgen?

Sie können auch Ihr Team überreden – das ist ein sehr langer Weg und es werden Ihnen höchstwahrscheinlich nur einige Mitarbeiter* innen folgen. Sobald es mit der neuen Maßnahme Probleme gibt, werden die Zweifler rufen:

„Ich habe es doch gleich gesagt, dass das Alte besser war!“

Als Chefin/Chef/Praxisleitung sind Sie Führungskräfte und Führungs-„Kraft“ bedeutet auch Durchsetzungs-„Kraft“!

Mit einer guten Mischung aus Transparenz, Verständnis, Überzeugung, Stringenz und Wertschätzung schaffen Sie es, sich erfolgreich durchzusetzen.

Damit Sie unpopuläre Maßnahmen durchsetzen und dabei Ihr ganzes Team auch wirklich mitnehmen, empfehle ich die folgenden fünf Schritte:

Vorbereitung

Das A&O ist eine gute Vorbereitung. Halten Sie fest, wo Sie mit der Praxis jetzt stehen und wo Sie mit Ihrer Praxis im nächsten Jahr und in 5 Jahren stehen wollen. Formulieren Sie konkrete Ziele und Ihre Strategie, wie Sie sie erreichen wollen. Machen Sie das so früh wie möglich transparent und schaffen Sie dafür einen Raum, um darüber in Ruhe zu sprechen – das ist bereits Schritt 2 – bedenken Sie, dass je belastender die Maßnahmen, umso mehr Zeit braucht es. Zeigen Sie ehrliches Verständnis für die Sorgen, Nöte und die eventuelle Mehrbelastung Ihrer Mitarbeiter*innen.

Außerordentliche Teambesprechung

Präsentieren Sie Ihre konkreten Ziele und Ihre Strategie. Nennen Sie die von Ihnen getroffenen Maßnahmen. Machen Sie deutlich, dass Sie mit Ihren Mitarbeitern „in einem Boot“ sitzen. Bitten Sie zunächst die Mitarbeiter, deren Zustimmung Sie sich sicher sind, um Ihre Meinung. Bedanken Sie sich für konstruktive Vorschläge. In vielen Fällen entsteht so ein konstruktiver Gruppendruck, der möglichen Quertreibern den Wind aus den Segeln nimmt.

Überzeugung

Beschreiben Sie die Vorteile und den Nutzen der Maßnahmen. Oft ist der Nutzen nicht offensichtlich, weil zunächst nur die Nachteile gesehen werden. Zeigen Sie ehrliches Verständnis dafür, doch beschreiben Sie weiterhin konsequent den Nutzen, den alle haben. Je offensichtlicher der Nutzen Ihrer Maßnahme ist, umso schneller wird der Widerstand schwinden und lösungsorientiertes Denken und Handeln wieder möglich. Den Nutzen klar zu beschreiben, gehört mit zu einer guten Vorbereitung.

Stringenz

Machen Sie dann klar und deutlich, dass es keine oder nur wenig Alternativen zu den Maßnahmen gibt. Machen Sie auch klar und deutlich, dass Stillstand ein Rückschritt ist. Lassen Sie an dieser Stelle kein Diskutieren und Zerreden mehr zu! Wenn Sie sich vorher genügend Zeit gelassen haben, wird Ihr Team das akzeptieren und jetzt mit Ihnen nach vorne schauen.

Wertschätzung

Wenn Ihr Team überzeugt mitzieht und die Maßnahmen erfolgreich umgesetzt worden sind, dann honorieren Sie das unbedingt.

Gehen Sie zusammen essen oder denken Sie über Gutscheine nach. Wählen Sie etwas, dass Ihnen angemessen in Bezug auf die Leistung des Teams erscheint. So entsteht und wächst Vertrauen. So sichern Sie sich die Motivation Ihres Teams für zukünftige neue Maßnahmen.

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